Brief an Angela Merkel bezüglich der Energiewende

Brief vom 12.02.2019
Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin,

Heute habe ich auf den DWN (Deutsche Wirtschafts Nachrichten) den Artikel "Merkel spricht erstmals von Scheitern der Energiewende", wenn der Stromtrassenausbau von den Windparks im Norden in den Süden nicht vom Fleck kommen sollte, gelesen. Die Energiewende kann und darf nicht einfach scheitern! Warum nicht etwas mehr Phantasie für Problemlösungen aufbringen? Wenn ein Stromtrassenausbau impraktikabel ist, warum spaltet man nicht Wasser in Wasserstoff und Sauerstoff und transportiert dann den Wasserstoff über so etwas wie Erdgaspipelines in den Süden? Dann gäbe es keinerlei Probleme mit den vielen Strommasten (Anreinerproteste)! Eine solche Lösung würde ich als zukunftsweisend empfinden, da man später, wenn der gesamte Energiebedarf Deutschlands nicht mehr über hiesige Alternativenergie gedeckt werden kann, möglicherweise Wasserstoff aus Alternativenergieparks in N-Afrika importieren wird müssen. Wissenschaftler haben berechnet, daß durch große Wind- und Solar-Alternativenergieparks in N-Afrika außerdem der Niederschlag in der Sahelzone wieder steigen würde (durch den Klimawandel bereits von häufigen Dürren betroffen). Dann gäbe es auch genug Energie für Wasserstoffautos.

Batteriebetriebene Elektroautos sehe ich als auf Dauer als nicht zufriedenstellende Lösung an, da man sein Auto während dem auf Urlaub fahren wohl kaum gerne zwei Stunden - inklusive erzwungener Fahrtpause - anstecken wird (Für ein Zweitauto zum täglichen zur Arbeit fahren aber besser geeignet.). Nicht zu vergessen die Probleme mit der Giftigkeit und den Rohstofffen der Batterien sowie Entladungen bei tiefen Temperaturen. Auch ist weitgehend ungeklärt wie ein normales Stromnetz die Last mehrerer gleichzeitiger Turboladungen tragen soll. Außerdem werden LKWs und wahrscheinlich auch Busse nie mit Batterien fahren können. Ziel soll es aber bleiben bis etwa 2050 total auf fossile Energieträger zu verzichten.

Ein Aufbau von Alternativenergieparks in N-Afrika macht natürlich eine politische Weichenstellung auf EU-Ebene notwendig. Die sollte aber nicht unmöglich sein, da sich meines Wissens nach gerade die EU auch im Klimaschutz engagiert. Letztlich ist es besser Sonnenkollektoren auf Wüstenboden zu bauen (Steinwüste damit die Kollektoren nicht zugeschüttet werden oder verstauben), da man damit kein fruchtbares Ackerland verliert.


Mit besten Grüßen,
Elmar Stellnberger


mehr darüber: synthetische Treibstoffe aus Alternativenergien